Presse
10.12.2016, 16:26 Uhr | Presseartikel der Märkischen Allgemeinen
Kitakosten sind zu hoch
Kommunalvertreter warnen vor über einer Million Euro Mehrkosten
Perleberg/Wittenberge. Die vom Kreis geplante Neuberechnung der Kitagebühren lehnt die Stadt Wittenberge in derjetzt vorgesehenenFassung ab. Das sagte Bürgermeister Oliver Hermann in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.„In der jetzigen Form können wir die Neuregelung nicht mittragen, weil sie den kommunalen Haushalt erheblich belasten würde“, sagte das Stadtoberhaupt. Bekanntlich plant der Kreis, die Bemessungsgrenze für die Staffelung der Elternbeiträge von derzeit 700 Euro auf 1800 Euro mehr als zu verdoppeln. Allein für die städtische Kita in Wittenberge wären damit Mehrkosten von 50000 Euro pro Jahr verbunden. 
„Rechnet man die freien Träger hinzu, die ihre Forderungen ja gegenüber der Stadt aufmachen, kämen wir auf 150000 Euro. Das ist nicht hinnehmbar“, sagte Oliver Hermann. Seiner Schätzung zufolge würden die Prignitzer Kommunen mit der umstrittenen Neuberechnung der Bemessungsgrenze mit rund einer Million Euro im Jahr zusätzlich belastet. Vor allem angesichts der ohnehin schon hohen Kreisumlage halten er und viele Amtskollegen das Vorgehen des Kreises für problematisch. Eine solche Kostenverlagerung vom Landkreis auf die Kommunen sei nicht sachdienlich. 

Demgegenüber findet Bernd Dannemann, Vorsitzender des Prignitzer Jugendhilfeausschusses, die jetzige Ordnung der Kita-Beiträge „nicht mehr zeitgemäß“. Er gab aber zu, dass es derzeit Irritationen über eine mögliche neue Grenze gibt. Dannemann: „Ich bin mir bewusst, dass die Anhebung der Grenzen zu Mindereinnahmen der Kitas und Mehrbelastungen der Kommunen führt. Andererseits bin ich froh, dass wir Eltern entlasten“, sagte Dannemann am Donnerstag im Prignitzer Kreistag.

Jedoch beschwichtigte Dannemann die Anwesenden. Am 23. Januar im Jugendhilfeausschuss würde noch nicht über das Thema entschieden, sondern zunächst noch einmal diskutiert werden. Doch er machte auch klar: „Es geht nicht mehr um das Ob, sondern um dasWie und Wann.“ Mit Blick auf die Kreisverwaltung sagte er, dass der Ausschuss autonom entscheidet. akö/atz

Quelle: www.maz-online.de
aktualisiert von Steffen Dahnke, 12.12.2016, 16:35 Uhr
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