Presse
15.06.2015, 22:53 Uhr | Der Prignitzer - Benjamin Lassiwe
Nachtzug bekommt ein gutes Echo - Regionale Politiker befürworten dauerhafte Aufnahme in den Fahrplan
15.06.2015 | Artikel des Prignitzer

Der erste Nachtzug von Berlin nach Wittenberge war ein Erfolg. 163 Fahrgäste nutzten ihn am frühen Sonntag. Unser Reporter begleitete sie, auch der Rbb drehte eine Reportage, strahlte sie am Sonntagabend aus. Gestern machten Prignitzer Landespolitiker deutlich, dass sie die Nachtzug-Pläne unterstützen wollen.

Nach der ersten Probefahrt des RE2 sprachen sie sich für die Einführung eines regelmäßigen Zugangebotes aus. „Das Ergebnis schon der ersten Fahrt zeigt eindeutig, dass ein Bedarf da ist“, sagte der CDU-Politiker Gordon Hoffmann. „Das gilt besonders, wenn man bedenkt, dass dieser Zug gar nicht im Fahrplan stand und ihn längst nicht alle potenziellen Reisenden kannten.“ Die Landesregierung sei aufgefordert, das Angebot zu verstetigen - „und zwar nicht zu Lasten anderer Verkehrsangebote in der Region."


Hoffmann erklärte, auch er selbst erlebe immer wieder, dass es nach Abendterminen in Berlin oder Potsdam schwer sei, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Region zu kommen. Er benutze deswegen oftmals das Auto.

Ganz ähnlich äußerte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Landtag, Thomas Domres. „Ich halte die Nachtverbindung unbedingt für notwendig“, sagte Domres unserer Zeitung. „Ich wäre sehr, sehr froh, wenn die Testfahrten ergäben, dass das Angebot verstetigt werden kann.“ Der Landtagsabgeordnete kündigte an, auch selbst an einer der nächsten Testfahrten teilzunehmen.

Das Potsdamer Verkehrsministerium gab sich dagegen am Montag noch zurückhaltend. „Wir werden jetzt erst einmal sehen, wie das Ergebnis bei den nächsten beiden Zügen ist“, sagte die Staatssekretärin und frühere Amtsdirektorin von Meyenburg, Katrin Lange. „Dann werden wir es bewerten, und sehen, wie es weitergeht.“

Das Ministerium hatte im Vorfeld eine Quote von rund 30 Prozent der rund 420 zur Verfügung stehenden Plätze als Mindestauslastung vorgegeben. Diese Quote hatte die erste Testfahrt mit den 163 Gästen knapp erfüllt. Diese Verbindung wird seit Jahren gefordert, da mit dem derzeitigen Fahrplan keine Chance besteht, nach dem Besuch einer Kulturveranstaltung am gleichen Abend in die Prignitz zurück zu fahren. (Von Benjamin Lassiwe)

aktualisiert von Steffen Dahnke, 16.06.2015, 22:56 Uhr
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