Archiv
31.05.2012, 10:55 Uhr
Von 47 bleiben 21 Polizisten - Standort wird ausgedünnt
Antwort auf Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann
Wittenberge Gegenwärtig ist Wittenberge noch Dienstort für 47 Polizeibeamte. Innerhalb der nächsten acht Jahre, also bis 2020, wird die Zahl auf 21 reduziert. Das ist einem Papier der Landesregierung zu entnehmen, mit dem sie auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann zur Entwicklung des Standortes Wittenberge antwortete.

Wittenberge Gegenwärtig ist Wittenberge noch Dienstort für 47 Polizeibeamte. Innerhalb der nächsten acht Jahre, also bis 2020, wird die Zahl auf 21 reduziert. Das ist einem Papier der Landesregierung zu entnehmen, mit dem sie auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann zur Entwicklung des Standortes Wittenberge antwortete.

Aus der Sorge heraus, dass die Polizeipräsenz von der Landesregierung deutlich heruntergeschraubt wird, hatte sich Hoffmann mit seiner Anfrage an die Potsdamer Regierung gewandt und Antwort verlangt zur personellen Ausstattung, zum Raumnutzungskonzept und zu den Kosten, die mit der jeweiligen Variante verbunden sind. Im Ergebnis der Antworten kommt der Christdemokrat zu der Erkenntnis, "Innenminister Dietmar Woidke verschaukelt die Bürger und betreibt Rosstäuscherei". Aus der Antwort der Landesregierung gehe eindeutig hervor, dass künftig kein Wach- und Wechseldienst und auch keine Kriminalpolizei mehr ihren Dienstort in Wittenberge habe. "Der Innenminister brach damit sein Wort", fasst Hoffmann zusammen.

Perleberger Straße oder Bad Wilsnacker? Wo etabliert das Innenministerium künftig  das Wittenberger Polizeirevier? Möglich und von der hiesigen Bürgerinitiative gefordert ist der Standort in der Perleberger Straße, wo das Land vor gut zehn Jahren die neue Wache baute. Aber auch der deutlich kleinere Sitz der Wasserschutzpolizei in der Bad Wilsnacker Straße kommt in Frage. Eng verknüpft mit der Entscheidung ist die Frage, wie der Wach- und Wechseldienst der Beamten künftig geregelt sein wird und wo die Kriminalpolizei ihren Sitz hat.

Die Auskünfte des Innenministers klingen in diesem Zusammenhang ernüchternd: Derzeit seien ein Leiter für das Polizeirevier sowie sechs Revierpolizisten vorgesehen. Hinzu komme ein Sachbearbeiter der Wasserschutzpolizei. Das Innenministerium vermerkt ihn als Lehrer an der Wasserschutzpolizeischule. Der Dienstort sei Hamburg. Außerdem bleiben 13 Streifenbedienstete der Wasserschutzpolizei hier. Das Innenministerium versichert aber, bedarfsgerecht würden "am Standort Wittenberge sowohl Revierpolizei,  Wachdienst als auch Kriminalpolizei tätig sein". Bezogen auf die große Wache in der Perleberger Straße und den Sitz in der Bad Wilsnacker heißt es: "Welche der vorhandenen Liegenschaften letztendlich für die Aufgabenerfüllung besser geeignet ist, wird auf Grundlage polizeilicher und wirtschaftlicher Überlegungen noch zu entscheiden sein."

Für die Kommune und die hiesige Bürgerinitiative ist das keine Frage mehr. Sie verlangen, dass die Wache in der Perleberger Straße bleibt. Bei der Stadt wie auch beim Landkreis gibt es Überlegungen, Flächen in dem Gebäude anzumieten. Auch das Landesumweltamt denkt laut Landrat Hans Lange über den Umzug einer in Lenzen angesiedelten Dienststelle nach. Laut Landesregierung wird die 2020 stark geschrumpfte Polizeiausstattung von Wittenberge auf ganzen 198 Quadratmetern unterzubringen sein. Damit stünden in der Perleberger Straße dann 783 Quadratmeter zur Vermietung parat.

Sollte sich Potsdam gegen alle Widerstände vor Ort für den Umzug in die Bad Wilsnacker Straße entscheiden, dann sind nach Einschätzung des  Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen die Vermarktungschancen aufgrund der Größe, der sehr spezifischen Nutzung als Polizeiwache und der damit verbundenen Architektur "äußerst ungünstig". Die Vermarktungschancen für die Bad Wilsnacker Straße werden wegen des Fachwerkhauses und der Lage zur Elbe als günstig eingeschätzt. So ist es der Anfrage von Gordon Hoffmann zu entnehmen.
aktualisiert von Roland Quiatkowski, 12.06.2012, 11:22 Uhr
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