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15.12.2016, 10:13 Uhr | Presseartikel des Prigntzer
WITTENBERGER PLÄNE ZUR BAHNHOFSNUTZUNG: Wird die Stadt Bahnhofsbesitzer?
Kommune und WGW denken über Erwerb des denkmalgeschützten Empfangsgebäudes nach.

Die Stadt und die Wohnungsbaugesellschaft erwägen, das unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsgebäude zu kaufen. Dazu wolle man mit der Bahn AG in Verhandlungen treten, kündigte Bürgermeister Dr. Oliver Hermann auf der Bürgerversammlung zum neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzept INSEK) an.

Diese Absichterklärung bedeutet ein Abrücken von bisherigen Positionen. Die Stadt hatte – auch gemeinsam mit der Bahn AG – über Jahre nach einem potenten Käufer oder Investor gesucht. Aber ohne Erfolg.

Dass eine Stadt sich das Empfangsgebäude eines Bahnhofs zulegt – selbst wenn es als solches nicht mehr genutzt wird – dürfte eher die Ausnahme sein. Vor drei Jahren hatte der Bürgermeister gesagt, die Kommune sehe sich in Bezug auf die Nutzung „nicht als künftigen Eigentümer, sondern als Mittler“. Warum der Sinneswandel?

Das Stadtoberhaupt nennt als Hauptgrund, „dass wir bei der Suche in den vergangenen Jahren immer wieder feststellen mussten, dass es den einen Investor für das Gebäude nicht gibt“. Es scheine eher möglich, „mit einer bunten Mischung von Nutzern das Gebäude zu beleben“. Zu den Nutzern würde laut Bürgermeister auf jeden Fall die Bahn AG gehören. Einige ihrer technischen Anlagen befinden sich im Empfangsgebäude. Denkbar ist auch, dass dort der Fahrkartenverkauf erhalten bleibt. Reise- und Touristeninformation und -bedarf, Imbiss oder Café, auch das seien Optionen, sagt der Bürgermeister. Aber das reiche allein eben noch nicht aus, das Gebäude insgesamt zu beleben, auch das sagte er und unterstrich: „Wir stehen mit diesem Projekt vor einer gewaltigen Herausforderung.“ Um das Vorhaben überhaupt angehen zu können, müssen sich aber zuvor die Stadtverordneten bzw. der WGW-Aufsichtsrat positionieren: Soll die Stadt wirklich das Gebäude erwerben?

Am Donnerstagabend hatte die Stadtverwaltung die Wittenberger, die zur Vorstellung der INSEK-Pläne kamen, gefragt: „Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf in der Stadt?“ Das konnten die Leute mit einem farbigen Pin markieren. Auf der Stadtkarte drängelten sich Pins auch am Bahnhof. Er ist ein Sorgenkinder für zahlreiche Elbestädter. Diese Sorge betrifft nicht allein das Gebäude und den Umgang der Bahn mit ihm, sondern auch das Umfeld. Heinz-Dieter Lohrer fragte nach: „Was wird aus der alten Zufahrt?“ Ja, auch diese könne mit Verhandlungsgegenstand sein, so Dr. Hermann.


Quelle: www.prignitzer.de/lokales/prignitz/wird-die-stadt-bahnhofsbesitzer-id15606021.html

aktualisiert von Steffen Dahnke, 17.12.2016, 10:17 Uhr